Aktueller Spielplan mit Ergebnisse der 1., 2. und 3.Mannschaft
Den aktuellen Spielplan finden Sie hier...
Rahmentermine für die Saison 2011/12
Vorab das Wichtigste:
Das Wochenende vor Weihnachten ist spielfrei und es gibt wieder eine vernünftige Winterpause.
Die Vorrunde im Kreispokal beginnt am 07. August 2011. Am 14. August 2011 beginnt die Meisterschaftsrunde. Letzter Spieltag vor Weihnachten ist der 11. Dezember 2011. Der Beginn der Rückrunde ist am 18. März 2012. Der letzte Spieltag der Saison ist am 17. Juni 2012.
In der zehnjährigen Zugehörigkeit zur Verbandsliga bzw. zur Westfalenliga kann man die Saison 09/10 wohl als die erfolgreichste Spielzeit des TuS Erndtebrück bezeichnen. Auch unter Trainer Günther Borr sind in den letzten Jahren viel versprechende Anläufe gestartet worden, die die Pulverwaldelf immer mehr ins Rampenlicht der Presse brachten, doch mit der Übernahme des Trainerstuhls durch den Ex-Profi Peter Cestonaro aus Langenaubach bei Haiger deutete sich schon Ende der vergangenen Saison eine weitere Steigerung an.
So war man zwar nach den ersten Spielen der neuen Saison etwas erstaunt, dass die Ergebnisse noch nicht ganz den Erwartungen der Erndtebrücker Fußballwelt entsprachen, doch mehr und mehr mauserte sich die Pulverwaldelf zu einem der engsten Favoriten auf die Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die NRW-Liga. Mit einer fast blutjungen Truppe, die sich zu einem großen Teil aus Spielern vom Oberligisten der SG Betzdorf und vom Lokalkonkurrenten der Siegener Sportfreunde rekrutierte, verbunden mit Akteuren aus allen Teilen der Republik, gelang es den Verantwortlichen, eine schlagkräftige und hoffnungsvolle Elf zu kreieren, die eine Saisonleistung vollbracht hat, die nur sehr schwer wieder zu erreichen sein wird.
Mit 19 Siegen, 7 Unentschieden und 8 Niederlagen und somit 64 erzielten Punkten wahrte dieses Team bis zum vorletzten Spieltag die Chance, doch noch in die NRW-Liga aufsteigen zu können. Erst in der letzten Phase der Rückrunde ließen die Wittgensteiner in Folge einer Vielzahl von zu absolvierenden Spielen, aber auch aufgrund zahlreicher Verletzungen bewährter Spieler in wichtigen Begegnungen wie Michael Müller, Falko Wahl, Manuel Jung, Thomas Bednorz, Marco Maser, Christian Berghoff, Sebastian Nachilo, Christian Nöller und Erald Harka, die Punkte liegen. Besonders das Team von Wanne-Eickel, Erndtebrücks Angstgegner seit Jahren, erwies sich wieder einmal als Bremsklotz und jagte der Pulverwaldelf 4 Punkte ab, was doch ein wenig dämpfend auf die Meisterschaftsambitionen des TuS wirkte, weil die Souveränität, die die Elf fast die ganze Saison über zeigte in den letzten Begegnungen ein wenig verloren ging.
Alle 34 Spiele des TuS absolvierten Torwart Göran Renner, der insgesamt eine starke Saison spielte und Markus Waldrich, der mit seinen 21 Treffern zu den Toptorschützen der Westfalenliga zählt und wesentlichen Anteil am Gesamterfolg des TuS hatte.
Pierre Bellinghausen, neben Markus Waldrich der Scorerkönig der Erndtebrücker, konnte wie Daniel Waldrich und Paul Wadolowski nur ein einziges Mal nicht eingesetzt werden und avancierte mit 12 Treffern mannschaftsintern vor Thomas Klöckner mit 10 Treffern auf den zweiten Rang. Dieser brachte es immerhin auf 31 Einsätze und steuerte sieben Vorlagen zum Gesamterfolg bei.
Und dann wäre da noch der Westfalenpokal! Eine Runde, wie sie in Erndtebrück seinesgleichen sucht. Zum Schlagerspiel nach Erndtebrück kamen mit 1300 Zuschauern so viele Zuschauer wie noch nie. Ein Spiel, das allen Besuchern immer in Erinnerung bleiben wird. Denn ein 1:1 Unentschieden nach 90 Minuten und 2:2 nach 120 Minuten, das machte eine Entscheidung durch Elfmeterschießen notwendig. Hier setzte sich Erndtebrück mit 6:5 durch und der Gegner war kein geringerer als die Sportfreunde aus Siegen. Dieser Sieg brachte den TuS ins Halbfinale gegen den Regionalligisten, den SC Verl. Ein glasklares Abseitstor im Siegener Leimbachstadion entschied die Partie zugunsten des Regionalligisten und verhinderte für den TuS den Zugang zu den Fleischtöpfen. Denn ein Sieg hätte die Teilnahme am DFB-Vereinspokal und 100 000 € Startkapital bedeutet.
Bayern München war auf Triplekurs. Erndtebrück auch. Der TuS hat keinen der lukrativen Titel erworben. Vizemeister in der Westfalenliga, Halbfinale im Westfalenpokal,Endspielniederlage im Krombacherpokal gegen Kaan-Marienborn. Vordergründig steht der TuS mit leeren Händen da. Doch wie viele Freunde hat sich dieses Team in der abgelaufenen Saison gemacht? Wer im
2:2 Spitzenspiel gegen Erkenschwick oder im Westfalenpokalthriller gegen Siegen Zuschauer war, wird gerne wiederkommen, denn so kurzweiliger und niveauvoller Fußball unmittelbar vor der Haustür hat Seltenheitswert. Danke für diese eindrucksvolle Saison an alle Verantwortlichen verbunden mit der Hoffnung, dass es in der nächsten Spielzeit ähnlich erfolgreich laufen möge.
Klassenerhalt in den Schlussminuten verspielt
Unsere Zweite hat nach dem Klassenerhalt im letzten Jahr nun wieder den Aufzug nach unten betreten müssen. Waren die Abstiege in den Vorjahren noch leistungsbedingt zu erklären, so ist der diesjährige besonders ärgerlich, da die Mannschaft eigentlich das Potential hatte, in der Landesliga zu bestehen. Leider wurde dieses nicht immer abgerufen. Glanzleistungen wie beim 3:1 gegen den Aufstiegsaspiranten TSV Weisstal standen Debakel wie das 0:7 beim SC Plettenberg gegenüber. Das einzig Beständige war die Unbeständigkeit. Gerade die Spiele gegen die direkten Konkurrenten brachten nicht die erhofften Punkte. Diese waren mitunter zum Greifen nahe, wurden aber immer wieder in den Schlussminuten verspielt. Ein Paradebeispiel für den Verlauf der Saison war das Hinspiel gegen Germania Salchendorf: Bis 20 Minuten vor Schluss führte man durch einen Dreierpack von Enrico Ledda mit 3:0 und kassierte dann mit dem Schlusspfiff noch den Ausgleich. Ähnliche Dramen spielten sich gegen den SV Hemer ab, als der eingewechselte Anthony Yeboah in der 95. Minute (!) den Ausgleich für die Gäste markierte, in Niederschelden, als man trotz drückender Überlegenheit in der 89. Minute den sicher geglaubten Sieg aus den Händen gab und in Hagen 11, als die 1:0-Führung nur bis zur 92. Minute hielt. Ein Sieg aus diesen vier Spielen hätte gereicht und man hätte gegen Kierspe einen Betriebsausflug gehabt. So aber musste man unbedingt im letzten Saisonspiel punkten, um sicher die Klasse zu halten. Und auch dieses Spiel verdeutlichte, warum man es am Ende nicht schaffte. Man erspielte sich ein gutes Dutzend hochkarätiger Torchancen, traf die Bude aber nicht, während dem Gegner 3 oder 4 ernstzunehmende Möglichkeiten ausreichten, um uns die Landesliga-Lichter auszublasen. Dass Hemer dann (wieder mal) in der Nachspielzeit noch der Siegtreffer gelang, passt nur zu gut in das Gesamtbild. Somit werden die Fahrten in der kommenden Saison wieder kürzer und wir haben mehr Derbys. Ein schwacher Trost, wenn man bedenkt, dass der Landesliga-Klassenerhalt locker machbar gewesen wäre. Vielleicht bietet sich aber auch die Möglichkeit, junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren und in der Bezirksliga neu anzugreifen. Der direkte Wiederaufstieg sollte im kommenden Spieljahr nicht im Vordergrund stehen. Jetzt heißt es die Ärmel hochkrempeln und den Karren gemeinsam aus dem Dreck und wieder in die richtigen Bahnen zu ziehen.